Oft gestellte Fragen

 

 

        

Frage: Wollen Sie alles stoppen? Wollen Sie schnelle Errichtung von (dringend nötigem) Lärmschutz verhindern?  


Antwort:   

Wir wollen so schnell wie möglich mehr Lärmschutz! Wir sind für mehr Güterverkehr, wollen aber wirklich ausreichenden Lärm- und Erschütterungsschutz erreichen und dass die Sicherheit - so wie in den Niederlanden - beim Ausbau gewährleistet wird. Die Bahn will nur minimale Lösungen wei "alles andere unwirtschaftlich" wäre. Dreist ist das, auf Kosten unserer Gesundheit. Hier MUSS die Bahn nachbessern. Wir wollen Lärmschutz nicht verzögern, aber erpressen lassen sollten sich die Kommunen und Bürger nicht. "Seid doch froh, wenn Ihr Lärmschutz bekommt" das ist zu  wenig bei bis zu 600 Zügen am Tag mit 70 % Gefahrgut-Ladung. Nur 3 Seiten Sicherheitskonzept in der Offenlegung sind  zu wenig. Das sagen auch die Städte, z.B. Voerde und Dinslaken in Ihren Einwendungen. 


            

Frage: Warum sind Sie gegen die Bahn?


Antwort:   

Wir sind nicht gegen die Deutsche Bahn AG. Wir wünschen uns einen guten ÖPNV und effektiv funktionierenden Gütertransport für die Wirtschaft. Leider erfüllen die vorgelegten Pläne zur Erweiterung um eine drittes Gleis nicht einmal gesetzliche Mindest-Anforderungen - das darf nicht sein. Die Bahn muss wie jedes Unternehmen sich an die Genehmigungsregeln halten. Nur um Geld zu sparen, dürfen Gesetze nicht missachtet werden. Immerhin wird Geld mit dem Gütertransport verdient. Der staatseigene Betrieb Deutsche Bahn AG muss für ganz Deutschland und für alle Bürger angemessene Lösungen bieten, nicht nur für Prestige-Projekte wie Stuttgart 21.

 

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Frage: Warum sind Sie nicht für eine andere Route?  

 

Antwort:   

Andere Routen, z.B. entlang der A3, führen immer auch durch dicht besiedelte Gebiete, wie z.B. den Ballungsraum Oberhausen. Die Menschen dort hätten die gleichen Probleme wir wir. Das Verfahren würde noch mindestens 10 Jahre länger dauern - die Gleis-Erweiterung wird aber dringend benötigt. Deshalb: Wenn echte Sicherheit und echter Lärmschutz wirklich gesetzeskonform und sachgerecht realisiert werden - das geht, kostet aber Geld - dann sind wir auch für den Ausbau der vorhandenen Strecke. Natürlich müssen die direkt betroffene Grundstückseigentümer angemessen entschädigt werden, und alle vom Lärm und Einschränkungen betroffenen Menschen im Umfeld müssen nachhaltig vor diesen Einflüssen geschützt werden. Auch das Stadtbild und der öffentliche Nahverkehr dürfen nicht beeinträchtigt werden. Wir sind außerdem auch für die bisherige Routenführung,  weil dann endlich auch entlang der bereits bestehenden Gleise  Lärmschutz kommt.  

 


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Frage: Ich verstehe die Proteste nicht. Die Bahn war doch vor Ihnen schon da ! Sie wussten doch, was auf Sie zukommt ! Regen Sie sich wegen  der Sicherheit nur künstlich auf?  

 

Antwort:
Ja, die Bahn war vor uns da! Wir sind auch gar nicht gegen die Bahn. Wir sind für Gütertransport auf der Schiene. auch für Gefahrgut-Transport! Und auch nicht gegen das dritte Gleis, sondern dafür.

Aber allein die Tatsache, das früher viel weniger Güterzüge und mehr Personenzüge gefahren sind, sollte Sie aber stutzig machen. 10 mal Mehr Züge, die 10 mal so lang sind wie früher (bis zu 835 Meter schon jetzt, 1.500 Meter werden ab 2013 getestet), dazu die elektronische Blockverdichtung, damit noch mehr hintereinander fahren können... Und es werden viel mehr Gefahrgüter als früher in den Waggons transportiert (was ja sinnvoll ist). Das Risiko von Unfällen ist gegenüber früher ein Vielfaches höher. Ob 100 Mal höher, oder 10.000 Mal höher - darüber kann gestritten werden. Allein die natürliche Abnutzung der Schienen führt häufiger zu Gleisbruch als je zuvor. Die Niederländer, über deren Gleise die gleichen Wagons rollen, haben ein genau geplantes, viele Aspekte berücksichtigende Sicherheitssystem. Warum wir hier nicht?...  

 

Vielleicht verstehen Sie jetzt, dass es vielen Menschen Angst macht. Die ausgelegten Pläne sind wirklich nicht nachvollziehbar, teilweise unvollständig oder entsprechen nicht mal gesetzlichen Mindestanforderungen. Außerdem: Wer mit jedem Waggon Geld verdient, muss auch für Sicherheit zahlen können. Warum will die Bahn hier so extrem sparen? Warum nur?  Mehr Waggons = mehr Risiko. Alle Feuerwehren entlang der Linie sagen das. Sicherheits-Technik schafft Arbeitsplätze, ist exportfähig, und würde von allen europäischen Waggon-Transporteuren, die Waggons hier rollen lassen, über den Trassennutzungs-Preis bezahlt.


Die Güterzugstrecke Genua-Rotterdam, die über die Rheinschiene und den Niederrhein führt, wird trotz Sicherheitstechnik-Kosten Immer noch billiger und schneller sein als der Schiffstransport vom Mittelmeer über Atlantik und Ärmelkanal nach Rotterdam.