NRW - Minister Groschek diffamiert Lärmschutz fordernde Bürger als Gartenzwerge und Wirtschaftsfeinde

In einem "Plädoyer für neue Verkehrswege" in der NRZ vom 6.12.2014 


 

http://www.derwesten.de/politik/plaedoyer-fuer-neue-verkehrswege-aimp-id10111842.html


 

"Nur Gartenzwergen ist Stillstand genug Tempo"

(Überschrift in der NRZ-Druckausgabe)


 


 


 

  

Wer als Minister elementare Bedürfnisse von Millionen Menschen einfach missachtet und versucht, halb NRW als Gartenzwerge und Arbeitsplatz-Vernichter zu diskreditieren und ins Abseits zu drängen, statt bei Bund und EU um Zuschüsse zu kämpfen, hat seine Aufgabe nicht verstanden. Menschen mit Arbeitsplatzverlust zu drohen ist billiges Ablenken von der eigenen Untätigkeit.

 

Es ist eine unsachgemäße Vereinfachung und Diffamierung aller Lärmschutz fordernden Bürger, in der NRZ vom 6. Dezember 2014 implizit zu unterstellen, dass sie gegen „eine prosperierende, nachhaltige Wirtschaftsnation“ wären und statt dessen für ein Vorgartenidyll sind und Arbeitsplätze vernichten wollen. Es steht einer prosperierenden, nachhaltigen Wirtschafts­nation viel mehr gut zu Gesicht, wenn sie die Wirtschaftsinteressen und berechtigte Bürgerinteressen zu vereinbaren vermag.

 

Während in Baden-Württemberg der Schienenbonus am Oberrhein rückwirkend abgeschafft wird und durch den Landesverkehrsminister Hermann vom Bund Gelder erstritten werden, beleidigt Minister Groschek uns Bürger in NRW als Fortschritts-Verhinderer. Bei Sicherheit und Lärmschutz lässt Ihre Landesregierung NRW Bürger und Kommunen im Stich. Ohne Fakten ist keine offene und öffentliche Debatte möglich. Der Minister sollte statt auf uns Bürger einzudreschen endlich die Antworten auf berechtigte Fragen geben bzw. bei Bund und Bahn einfordern. 

 

Minister Groschek sagt, er sei „sehr für frühe Bürgerbeteiligung“ – handelt aber nicht danach. So sind z.B. im Projektbeirat Betuwe NRW seit Gründung 2007 keine Bürger vertreten, in anderen Bundesländern von Anfang an bis zu einem Drittel mit dabei. Hier könnte der Minister längst helfen, tut es aber nicht.

 

Die Deutsche Bahn AG muss sich in NRW keine Mühe geben, der Minister scheint sie zu schützen. Kommunen und Bürger werden mit leeren Versprechungen und Pseudo-Dialogen abgespeist, Fakten werden verheimlicht und EU-Zuschüsse nicht beantragt.

Minister Groschek ist von Millionen Bürgern in NRW für Millionen Bürger in NRW gewählt worden – nicht für die Logistik-Industrie und nicht für die Deutsche Bahn AG, und auch nicht für die Interessen des Bundesverkehrs-ministeriums. 

 

 

   Wir sind keine Gartenzwerge, wir sind Menschen, 


 

Minister Groschek schadet uns 

und unserem Land.


 


  


Das haben wir am 8. Dezember 2014 auch der Ministerpräsidentin Kraft mitgeteilt, 

hier offenen Brief zum Download:


 


 


 


 


 

Darüber berichtet auch radio k.w. im Programm und web:

http://www.radiokw.de/kreis-wesel/lokalnachrichten/lokalnachrichten/archive/2014/12/10/article/-a986f71ddd.html